Sogenannte Impakt- bzw. Schlagschrauber haben sich in Industrie, Handwerk und bei ambitionierten Heimwerkern
durchgesetzt, wenn es um professionelles Verschrauben geht. Sie sind vielseitig einsetzbar und ermöglichen ein
schnelleres und leichteres Arbeiten, weil die Schraube durch permanente radiale Schläge in Drehrichtung
angezogen wird. Dadurch lässt sie sich leichter drehen als mit einem dauerhaften Drehmoment.
Allerdings stellen diese Maschinen erhebliche Anforderungen an das benötigte Zubehör. Durch ihre hohen
Ausgangsleistungen und permanent auftretende Drehmomentspitzen werden die physikalischen Grenzen
vieler Bits und Bithalter überschritten. Das führt zu einem überdurchschnittlich hohen Verschleiß. Vor diesem
Hintergrund hat der Wuppertaler Schraubwerkzeugspezialist Wera Werk Hermann Werner GmbH & Co. KG das neue
Impaktor-System entwickelt, das im Vergleich zu Standard- oder Torsion-Bits je nach Abtrieb eine bis zu
zehnfach höhere Standzeit vorweist.
Hierfür wird schon bei der Herstellung durch eine bestmögliche Ausnutzung der Materialeigenschaften, durch
individuelle Härtetechnologie durch optimal angepasste Geometrien der Schraubwerkzeuge die Grundlage geschaffen.
So sind die Impaktor-Bits exakt auf den jeweiligen Abtrieb und damit den individuellen Schraubfall abgestimmt
sowie mit einer Torsionszone ausgestattet. In Kombination mit dem Impaktor-Bithalter, der über zwei weitere
Torsionszonen verfügt, entsteht das TriTorsion-System. Je nach Stärke der aufgebrachten Drehmomentspitze
reagieren automatisch zwei oder drei der unterschiedlich dimensionierten Torsionszonen, wodurch eine optimale
Anpassung an den Schraubfall erzielt wird.
Darüber hinaus wird durch die spezielle Konstruktion des Halters der Freiwinkel zum Abfedern der
Drehmomentspitzen im Vergleich zum "BiTorsion" Halter von Wera verdoppelt. Damit kann dieses
Schraubwerkzeugsystem noch mehr kinetische Energie aufnehmen und von der Bitspitze ableiten, so dass selbst bei
extremen Anforderungen hohe Standzeiten erreicht werden.
Normalerweise ist bei Impakt-Schraubern ein hoher Anpressdruck erforderlich, damit das Werkzeug nicht aus der
Schraube rutscht. Mit Diamantpartikeln, die auf der Spitze der Impaktor-Bits aufgebracht sind, werden die
sogenannten Cam-Out-Kräfte, die zum Herausrutschen aus der Schraube führen, deutlich reduziert. Denn die
Diamantpartikel "beißen" sich regelrecht in der Schraube fest, so dass der nötige Anpressdruck
verringert und demzufolge eine Ermüdung des Anwenders bei längerem maschinellen Verschrauben verzögert werden
kann.
Auch der Impaktor-Halter ist exakt an die Anforderungen der starken Impaktschrauber angepasst. Deshalb wurde
bei seiner Konstruktion bewusst auf die Verwendung zu empfindlicher Materialien verzichtet, um eine hohe
Standzeit des Halters zu erzielen. Für die manuelle Maschinenverschraubung ist der Halter mit einem
Ringmagneten ausgestattet, der auch lange und schwere Schrauben sicher festhält.
Für industrielle Schraubmontagen wie beispielsweise mit Schraubrobotern steht der Impaktor-Edelstahlhalter
mit Sprengring und Magnet zur Verfügung.
Die Impaktor-Bits und der Halter sind auch einzeln einsetzbar. Die besten Ergebnisse werden jedoch in
Verbindung der beiden aufeinander abgestimmten Werkzeuge erzielt.
